Es beginnt wie gestern.
Und genau das ist die Geschichte des Tages.
Wir stehen gemütlich auf, gehen zum Frühstück und anschließend direkt wieder an den Pool. Nach den vielen Kilometern durch Tansania, den Pirschfahrten, Schotterpisten, Löwen, Leoparden, Schnorchelausflügen und den unzähligen Eindrücken fühlt sich dieser Tag fast ungewohnt ruhig an.
Wir hängen einfach herum.
Und genießen es.
Irgendwann verlasse ich die Liege und laufe durch die weitläufigen Ebbegebiete vor dem Resort. Das Meer hat sich weit zurückgezogen und gibt eine ganz eigene Landschaft frei. Menschen sammeln Muscheln oder andere Dinge auf den freigelegten Flächen. Kleine Boote werden durch die schmalen Priele geführt und überall huscht Leben durch den Schlick.
Besonders faszinieren mich einige Vögel, die riesige Würmer aus dem Boden ziehen. Die Würmer finden die Idee offensichtlich weniger spannend als die Vögel. Eine ganze Weile beobachte ich dieses Schauspiel und merke gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht.
Nach mehr als einer Stunde kehre ich zurück und wir gehen zum Mittagessen.
Dort treffen wir wieder Stefanie und Andie aus Manchester. Aus einem kurzen Hallo wird erneut ein längeres Gespräch. Über Sansibar. Über Tansania. Über Reisen. Über Menschen. Über Orte, die man unbedingt noch sehen möchte.
Plötzlich schauen wir auf die Uhr.
14:30 Uhr.
Zeit scheint heute etwas zu sein, das nur für andere Menschen existiert.
Wir verabreden uns für 21:00 Uhr in der Jetty Bar, um uns noch einmal zu verabschieden.
Bis dahin wartet allerdings eine Aufgabe, die jeder Urlauber kennt und niemand mag:
reiserucksack packen.
Ich versuche, die ganzen Kabel, Ladegeräte, Speicherkarten, T-Shirts und sonstigen Dinge wieder in die Taschen zu sortieren. Erstaunlicherweise passt am Ende alles hinein. Ein kleines Wunder.
Als wir fertig sind, dämmert es bereits.
Das Abendessen verläuft ruhig und entspannt. Irgendwie merkt man, dass der Urlaub langsam zu Ende geht. Die große Abenteuerlust weicht langsam dem Gefühl, dass man die vielen Eindrücke erst einmal verarbeiten muss.
Später sitzen wir noch bei unserem Abschiedsgetränk mit Stefanie und Andie zusammen. Es sind genau diese Begegnungen, die eine Reise oft besonders machen. Menschen, die man zufällig am anderen Ende der Welt kennenlernt und mit denen man plötzlich stundenlang über Gott und die Welt spricht.
Irgendwann heißt es dann tatsächlich Abschied nehmen.
Für sie.
Für Sansibar.
Und für unsere Reise.
Während wir zur Rezeption laufen, wird uns bewusst, dass wir morgen um diese Zeit bereits zu Hause sind.
Die Safari ist vorbei.
Sansibar ist vorbei.
Und Afrika verabschiedet sich langsam von uns.
Falls auf den letzten Metern noch irgendetwas Spektakuläres passiert, werdet ihr es natürlich erfahren. Außerdem folgen in den nächsten Tagen noch die Bewertungen der Lodges, der Ausflüge und der vielen Attraktionen, die wir während dieser Reise besucht haben.
Für heute bleibt mir nur noch eins zu sagen:
Vielen Dank an alle, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Es hat mich wirklich gefreut zu sehen, wie viele von euch regelmäßig auf dem Blog vorbeigeschaut haben.
Und wer weiß ...
Vielleicht sehen wir uns bald schon wieder auf einem anderen Kontinent.






































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