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12.8.2026 - Viva la Vida in Stone Town

Was für ein schöner Tag.

Dabei beginnt alles erstaunlich unspektakulär. Wir schlafen etwas länger, genießen in Ruhe das Frühstück und verbringen den Vormittag zwischen Pool, Sonne und einem kleinen Mittagessen. Eigentlich genau so, wie man sich Urlaub vorstellt. Danach folgt noch eine kurze Pause, bevor der eigentliche Höhepunkt beginnt: Heute geht es nach Stone Town.

Schon nach den ersten Minuten wird klar, warum so viele Reisende von dieser Stadt schwärmen. Unser Rundgang startet am ehemaligen Sklavenmarkt und den dazugehörigen historischen Gebäuden. Von dort tauchen wir direkt in das Gewirr der Altstadt ein. Enge Gassen, alte Häuser, kunstvoll geschnitzte Türen und überall Menschen, die unterwegs sind. Da wir erst am späten Nachmittag durch die Stadt laufen, ist die Siesta bereits vorbei und Stone Town zeigt sich von seiner lebendigsten Seite.

Besonders angenehm fällt auf, dass viele Menschen sich gerne fotografieren lassen und niemand aufdringlich versucht, etwas zu verkaufen. Man kann einfach durch die Straßen schlendern, beobachten und genießen. Unser Guide erklärt uns die Geschichte der Stadt, die arabischen Einflüsse, die architektonischen Besonderheiten und natürlich die Bedeutung Stone Towns als Handelszentrum vergangener Jahrhunderte. Je länger wir unterwegs sind, desto mehr gefällt uns diese Stadt.

Irgendwann erreichen wir den Hafen. Die Sonne steht bereits tief und sorgt für wunderbares Licht. Die Jugendlichen springen noch immer von der Hafenmauer ins Meer, als hätte sich hier seit Jahrzehnten nichts verändert. Wir suchen uns einen Platz, gönnen uns einen Aperol und einige Leckereien und beobachten das bunte Treiben. Da heute hier keine Sonnenfinsternis auf dem Programm steht, müssen wir uns eben anderweitig beschäftigen.

Anschließend schlendern wir noch über den Nachtmarkt. Überall wird gekocht, gebraten, gehandelt und gelacht. Die Gerüche wechseln gefühlt alle zehn Meter und man weiß oft nicht, ob man nun Hunger bekommen oder lieber vorsichtig weitergehen sollte. Eines steht allerdings fest: Wer Sansibar besucht und Stone Town auslässt, verpasst einen wichtigen Teil der Insel. Für uns ist der Besuch definitiv eines der schönsten Erlebnisse dieser Insel.

Zurück im Hotel planen wir eigentlich nur einen kurzen Absacker. Daraus wird allerdings ein deutlich längerer Abend. Zu uns gesellt sich ein weiteres Paar an den Tisch und während im Hintergrund das Wunschkonzert läuft, kommen wir ins Gespräch. Zunächst erklingen internationale Popklassiker, anschließend überraschend viele niederländische Schlager. Schön ist vermutlich etwas anderes, aber man überlebt erstaunlich viel im Urlaub.

Nach und nach stellt sich heraus, dass die beiden ebenfalls aus Deutschland kommen. Also wird geklönt. Über Sansibar. Über Tansania. Über frühere Reisen und zukünftige Ziele. Die Zeit vergeht wie im Flug und plötzlich ist es deutlich später als geplant.

Irgendwann läuft dann auch noch mein Wunschtitel.

„Viva la Vida“ von Coldplay.

Und irgendwie passt das perfekt zu diesem Tag.

Zu Stone Town. Zu Sansibar. Zur Reise.

Und vielleicht auch ein kleines bisschen zum Leben selbst.

 

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