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25.7.2026 - Zwischen Regen, Robotern und Riesenrucksäcken

Es gibt diese Reisetage, an denen eigentlich alles schieflaufen müsste – und genau deshalb nichts schiefläuft. Irgendwo zwischen „viel zu früh aufstehen“ und „warum tun wir uns das eigentlich an?“ sitzen wir bereits in der Bahn Richtung Flughafen Köln/Bonn. Und jetzt wird es merkwürdig: Alle Züge sind pünktlich. Wirklich alle. Spätestens an diesem Punkt sollten wir misstrauisch werden.

Am Flughafen setzt sich die Serie der Unglaublichkeiten fort. Der Check-in-Schalter öffnet pünktlich, niemand steht uns im Weg, und dann fragt man uns sogar noch, ob wir wegen unserer Körpergröße am Notausgang sitzen möchten. Normalerweise muss man für solche Plätze kämpfen wie auf einem türkischen Basar um den letzten Teppich. Diesmal werden sie uns praktisch auf einem Silbertablett serviert.

Natürlich sagen wir nicht Nein.

Direkt danach folgt die nächste Sensation: Sicherheitskontrolle. Kein Piepen. Kein Herausziehen von Kameras. Kein Öffnen von Rucksäcken. Niemand interessiert sich für die gefühlt zwanzig Kabel, Ladegeräte und technischen Kleinteile, die Fotografen grundsätzlich mit sich herumschleppen.

Falls jemand fragt, weiß ich wahrscheinlich selbst nicht mehr genau, was alles in den Taschen steckt.

Da unser Flug erst später startet, beobachten wir das Geschehen am Flughafen. Der heimliche Star des Vormittags ist ein selbstfahrender Putzroboter der Firma Peterhoff. Offenbar hat er beschlossen, selbst in den Urlaub zu fliegen. Jedenfalls versucht er hartnäckig, sich in die Check-in-Schlange einzureihen.

Leider fehlt ihm jegliches Gespür für Abstände.

Der Roboter fährt Gäste an, dreht spontan ab, verirrt sich dauerhaft und wirkt insgesamt wie ein leicht überforderter Tourist mit schlechtem Orientierungssinn.

Ich glaube, wir sind nicht die Einzigen, die ihm dabei zusehen.

Unser Flug startet schließlich sogar fünf Minuten vor der Zeit. Vermutlich möchte Turkish Airlines beweisen, dass heutzutage doch noch Wunder möglich sind.

Die erste Hälfte des Fluges verschlafe ich komplett.

Dann gibt es Essen.

Dann schlafe ich weiter.

Kurz vor Istanbul werde ich wieder wach und blicke aus dem Fenster. Während unter uns eine beeindruckende Millionenstadt auftaucht, regnet es in Strömen. Offenbar möchte Istanbul direkt zeigen, dass auch eine Weltmetropole nicht jeden Tag Postkartenwetter liefern muss.

Landung. Gepäck. Alles da.

Schon wieder kein Problem.

Langsam wird es unheimlich.

Anschließend wagen wir uns an das Abenteuer „öffentlicher Nahverkehr mit Fotoausrüstung“. Grundsätzlich kann ich die Metro in Istanbul absolut empfehlen. Vorausgesetzt, man reist mit leichtem Gepäck.

Wir hingegen tragen jeweils knapp zwanzig Kilogramm auf dem Rücken und zusätzlich ungefähr zehn Kilogramm Kameratechnik vor dem Bauch.

Nach zwei Stunden, mehreren Rolltreppen, diversen Treppen, zweimaligem Umsteigen und einigen kreativen Verrenkungen erreichen wir endlich unser Hotel mitten in der historischen Altstadt.

Dort beschließen wir nach kurzer Beratung einstimmig, dass wir für die Rückfahrt zum Flughafen definitiv ein Taxi nehmen.

Manchmal muss man Niederlagen akzeptieren.

Lange halten wir es im Hotel allerdings nicht aus. Die Blaue Moschee ruft. Die Hagia Sophia ebenfalls. Dazwischen locken enge Gassen, kleine Restaurants, Händler, Basare, Gerüche, Stimmen und dieses ganz besondere Chaos, das nur Städte besitzen, die auf tausende Jahre Geschichte zurückblicken können.

Istanbul ist laut, lebendig, bunt und voller Überraschungen.

Und ziemlich schnell wird klar: Ein einziger Tag reicht hier niemals aus.

Vier Stunden später treten wir den Rückweg an. Unsere Füße sind inzwischen anderer Meinung als unser Entdeckergeist. Die Uhr verrät außerdem, dass wir die Marke von 20.000 Schritten erneut knacken.

Eigentlich ist nur ein kleiner Absacker geplant.

Irgendwie wird daraus noch eine Cola.

Und dann noch eine weitere Pause.

Schließlich gewinnt die Müdigkeit.

Zurück im Hotel wartet allerdings eine letzte Herausforderung. Das Bett ist so weich, dass ich das Gefühl habe, langsam darin zu versinken. Sollte ich morgen früh nicht rechtzeitig wach werden: Sucht mich einfach irgendwo zwischen Matratze und Bettgestell.

Morgen geht es weiter.

Und wenn dieser Tag eines beweist, dann dies: Istanbul hat gerade erst angefangen – Afrika wir kommen.

  

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Shaggy
Sonntag, 26. Juli 2026 09:16
Viel Spaß
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Wolfgang Kojtka
Sonntag, 26. Juli 2026 10:14
Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub und freue mich jetzt schon auf deine Reiseberichte und Fotos.
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Ute Spille
Dienstag, 28. Juli 2026 21:02
Viel Spaß in der Serengeti und auf Sansibar, ich hatte mir leider auf der Safari ein Bein gebrochen, was für mich unsere Reisemit dem Wohnmobil ein Ende bereitet hat. Liebe Grüße Ute
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