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14.5.2026 - Zwischen Montmartre, Regen und großen Momenten

Der Morgen in Paris beginnt entspannt – fast schon verdächtig ruhig. Wir schlendern erst einmal die rund 600 Meter zur zweiten Ferienwohnung. Die Crew einsammeln, kurz quatschen, dann geht’s los: 10:00 Uhr, Schuhe schnüren, Kamera griffbereit – Urlaub-Modus an.

Unser Ziel: Montmartre. Unser Weg: ein einziges fotografisches Warm-up. Märkte, Menschen, Bewegung – genau diese Mischung macht Street Photography aus. Zwischen Obstständen und Straßenszenen fangen die ersten Bilder schon an, sich von alleine zu machen. Und plötzlich stehen wir da: diese Treppen, dieser Anstieg – und kurz darauf der Wasserturm und die große Kathedrale Sacré-Cœur. Paris liefert. Immer.

Weiter Richtung Moulin Rouge – die berühmte Mühle taucht auf, Klick, im Kasten… und zack: Sturzregen. Paris zeigt auch seine andere Seite. Improvisation gehört zur Reise einfach dazu. Also rein in die Metro, raus beim La Fayette.

Shopping? Naja… sagen wir so: Meine Kreditkarte versteckt sich auffällig tief in der Hosentasche. Stattdessen genießen wir das, was wirklich zählt: die Aussicht. Vom Dach aus breitet sich Paris unter uns aus – Oper, Straßen, Leben. Genau solche Momente sind es immer wieder.

Dann wird es gefährlich. Kulinarisch. Iris lotst uns in den legendären „Fresstempel“. Gerüche überall, Entscheidungen unmöglich. Also klare Ansage: Mittagspause. Splitten, ausprobieren, später berichten.
Tanja und ich wählen „Maison de Truffe“. Ein Glas Weißwein, dazu Fettuccine mit Trüffel und Entenleber. Ja, moralisch vielleicht diskutabel – geschmacklich absolut nicht. Paris kann Genuss. Und zwar richtig.

Weiter geht’s Richtung Louvre. Klassiker. Pflichtprogramm. Aber natürlich nicht ohne Blödsinn: Zwischen Influencer-Shootings entstehen unsere eigenen Bilder – irgendwo zwischen Tourifoto und Comedy. Wir haben Spaß. Und das sieht man auch.

Nächster Stopp: Musée d’Orsay. Und wieder: Regen. Diesmal richtig. Klatschnass stehen wir unter einem Cafévordach und beraten wie bei einer taktischen Lagebesprechung. Ergebnis: Die große Gruppe nimmt ein Uber und plant den Abend neu.
Tanja und ich? Klassisch. Bus. Metro. Kamera im Rucksack, Energie im Sinkflug.

Zurück im Appartement merkt man es: Pause muss sein. Kurz durchschnaufen, Akkus laden – menschlich und fotografisch.

Abends treibt es uns noch ins Viertel Saint-Martin. Ruhiger, echter, weniger Postkarte – genau unser Ding. Wir landen in einem kleinen Restaurant, stoßen an und feiern unseren Hochzeitstag. Zwei Gänge, eine Flasche Wein, unter 80 Euro. Paris überrascht. Und bleibt direkt auf unserer Liste für den nächsten Besuch mit der Fotogruppe.

Rückweg? Metro. Funktioniert. Bett? Fällt uns entgegen.

Und morgen? Hoffentlich trocken. Aber mal ehrlich: Ein bisschen Chaos gehört in Paris einfach dazu.

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