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Norderney

Kennst du diesen Moment, in dem der Körper plötzlich deutlich macht, dass es jetzt wirklich reicht? Nicht irgendwann, nicht demnächst, sondern JETZT. Genau das passierte mir kurz nach Karneval. Während andere sich noch von ihren letzten Tanzschritten erholen, hat mein Organismus mir unmissverständlich mitgeteilt, dass ich urlaubsreif bin – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so richtig deluxe.

Nach zwei herrlich entspannten Reisen nach Borkum und Helgoland, bei denen ich gemerkt habe, wie gut mir Nordseeluft und Inselfeeling tun, kam mir plötzlich eine neue Insel in den Kopf geschossen: Norderney. Und wenn ein Gedanke einmal da ist, dann lässt er mich auch nicht mehr los. Also habe ich kurzerhand eine Ferienwohnung gebucht. Klick, zack, fertig. Ich liebe diese spontanen Entscheidungen – vor allem, wenn sie so eindeutig nach Entspannung riechen.

Danach kam die Frage der Fragen: Wie kommen wir dahin, ohne dass schon die Anreise zum Stressfaktor wird? Die Antwort war erstaunlich einfach: mit der Bahn von Köln bis Norddeich Mole. Kein Stau, kein stundenlanges Autofahren, kein Navigationsgerät, das meint, es besser zu wissen. Stattdessen gemütlich im Zug sitzen, Kaffee trinken und die Landschaft vorbeiziehen lassen, während man sich innerlich schon auf die erste Nordseebrise freut. Tanja fand die Idee sofort gut – wahrscheinlich auch, weil sie weiß, dass ich im Auto in der dritten Stunde anfange, mich über jeden Verkehrsteilnehmer aufzuregen, der nicht exakt so fährt, wie ich mir das vorstelle. Mit der Bahn bleiben wir beide entspannt, und das ist für alle Beteiligten gesünder.

Der große Vorteil an dieser Strecke: Man steigt in Norddeich Mole tatsächlich direkt an der Fähre aus. Kein Suchen, kein Umweg, einfach rüberlaufen und rauf aufs Schiff. Die Fähren pendeln regelmäßig zwischen Norddeich und Norderney, meistens im 60- bis 90-Minuten-Takt, und die Überfahrt dauert ungefähr 50 Minuten – genau die richtige Zeit, um einmal tief durchzuatmen, aufs Wasser zu schauen und sich zu fragen, warum man das eigentlich nicht viel öfter macht. Und wenn man Pech hat, pustet einem schon auf dem Deck der erste Windstoß die Haare so durcheinander, dass man aussieht wie eine Mischung aus Meeresgott und explodierter Steckdose. Aber hey – Nordseeurlaub ohne Wind ist wie Karneval ohne Konfetti: möglich, aber irgendwie falsch.

Für uns bedeutet dieser Kurztrip: Einfach mal raus, durchatmen, die Seele entstauben und den Kopf freibekommen. Keine Hektik, kein Termindruck, keine To‑do-Liste, die einen vorwurfsvoll anschaut. Nur wir, die Insel und das, was wir daraus machen. Und ehrlich gesagt: Genau das brauche ich gerade. Norderney, mach dich bereit – wir sind unterwegs.

Reiseziele

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