Wir stehen schon um 6:30 Uhr auf, da wir in dem viel zu kleinem Bett nicht mehr schlafen können und unser Weg nach Niagara, sowieso etwas länger ist.
Warum ich die letzte Unterkunft nicht empfehlen möchte. Wenn ich für eine private Unterkunft für zwei Tage fast 400 Euro bezahlen muss, dann erwarte ich auch einen besonderen Service. Wenn dann aber das Badezimmer nur über den Flur, das Bett so klein ist, dass man sich nachts immer anstößt, die Brandmelder ohne Batterien im Nachttischschrank liegen, das Geschirr des Frühstücks einfach stehen bleibt, von einem erwartet wird, dass man seine Schuhe nicht im Innenraum trägt, aber die Böden schon Wollmäuse zeigen und zu guter Letzt heute Morgen beim Frühstück ein Bagel schimmelig ist, dann bin ich einfach unzufrieden.
Es geht dann auch sehr früh auf den Highway 6 und nach über vier Stunden erreichen wir unser Ziel Niagara. Wie ich ja schon oben beschrieben habe, sollen wir nicht ins Oaks Hotel, sondern ins Hilton. Dies machen wir auch und dann wird uns zunächst gesagt, dass unser Zimmer noch nicht fertig ist und wir erst um 16:00 Uhr einchecken können. Was mir dann sofort auffällt. Die Parkplätze werden außerhalb des Hotels für 20 $ angeboten. Hier im Hotel soll ich 40 $ bezahlen. Für die 20 $ mehr, finanziere ich wohl wieder irgendetwas neues an Paris H. Mach ich dann doch nicht und so parken wir ca. 50 m vom Hotel für den halben Preis.
Wir sehen uns nun die Wasserfälle an, laufen zu dem Punkt, bei dem wir später unsere Bootstour starten und da der kleine Hunger kommt gehen wir auch noch etwas essen. Es ist nun nach 16:00 Uhr und so checken wir erneut ein. Wir bekommen ein Zimmer im 9. Stockwerk zugewiesen. Als wir es betreten, sehen wir zunächst am Fenster nach, wie der Fallsview ist. Wir sehen den amerikanischen Wasserfall. Der Horseshoe ist durch das Oaks Hotel, in dem wir eigentlich wohnen sollen, verdeckt, Da man uns zugesichert hat, dass alle Serviceleistungen identisch sind, gehen wir wieder zur Rezeption und erzählen von den Mängeln. Nachdem dann der Manager eingeschaltet wird, bekommen wir ein Zimmer auf der 20. Etage. Das ist zwar schon besser, aber die Zimmer im Oaks Hotel sind für unsere Ansprüche schon besser. Es ist auch hier wieder so, dass die amerikanischen Hotels zunächst ihren eigenen Vorteil sehen, bevor sie auf das Wohl des Kunden eingehen. Das Zimmer selbst ist OK und wir haben Platz und ein großes Bett. Sauer bin ich aber trotzdem.
Weiter geht unsere Tour mit der Bötchenfahrt zu den Wasserfällen. Alles hat bestens funktioniert und innerhalb kürzester Zeit standen wir vorne mit unseren Ponchos im Boot. Los geht die Fahrt. Zunächst ist alles ganz harmlos und ich frage mich, warum ich den Wasserschutz für meine Kamera mitgenommen habe. Dann geht es aber in den Horseshoe hinein und das Wasser läuft überall hin. Die Ponchos sind hilfreich, haben aber eigentlich keine Funktion mehr. Wir erleben, wie mächtig die Wasserkraft ist. Der Motor des Bootes fährt mit voller Kraft, jedoch bewegen wir uns keinen Zentimeter. Nach ca. 10 Minuten dreht das Bötchen wieder um und es geht zum Startplatz zurück. Diese Tour muss man einfach mitmachen. Beim Aussteigen ist eigentlich jeder klatschnass, aber sehr zufrieden. Auf die Frage, an unsere Mitreisenden Damen aus Asien, ob sie jetzt auch beim Miss Wet-Shirt Contest mitmachen würden, bekomme ich von Tanja sofort einen Verweis. Weiter gehen die schlechten Witze. Es gibt doch die Musikgruppe, die z.B. „Love ist all around“ gesungen haben. Die kamen bestimmt aus Niagara – „Die heißen doch Wet Wet Wet“.
Ok, ich höre auf. Wir laufen noch was durch die Spaßmeile von Niagara und es ist wie klein Las Vegas. Immer wieder sehen wir verrückte Bauwerke und Menschen. Es macht einfach Spaß. Zuletzt gibt es noch um 22:00 Uhr ein Feuerwerk am Wasserfall, dass auch sehr schön ist. Abschließend muss es natürlich einen Absacker geben. Da es keinen Aperol gibt, muss ich ein Jägermonster probieren. Vorab – es ist sehr lecker, aber die restlichen Leute an der Bar wissen nicht, was Jägermeister ist, und der Barkeeper versucht es ihnen zu erklären. Man kann es einfach nicht wiedergeben, aber ich hätte es dann auch nicht mehr probiert. So bleibe ich mit meinem Jägermonster Cocktail allein.
Zurück im Hotel schlafen wir auch schnell ein und so freuen wir uns auf den morgigen Tag in Toronto.





































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