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21.7.2025 - Wald und Wasser im Überfluss

Nach dem Frühstück heißt es Aufbruch. Heute ist einer der Tage, an denen wir etwas mehr fahren werden. Unser Ziel ist Shawinigan. Es ist ca. 300 km entfernt und letztendlich fahren wir eine Straße ca. 40 km in Richtung Westen, müssen dann einmal links abbiegen und die nächsten 260 km geht es in Richtung Süden.

Natürlich machen wir noch eine Aktion mittendrin. Wir besuchen den Nationalpark Maurice. In Quebec muss man in diesem Jahr keinen Eintritt in den Nationalpark bezahlen. Die Landesregierung möchte, dass mehr Besucher in die Parks kommen. Zum Nationalpark führt eine Brücke, die ungefähr die Länge der Deutzer Brücke hat. Wie gesagt, der Park kostet nichts, jedoch muss man für die Brücke eine Mautgebühr von 12 $ bezahlen. Ok, dann finanzieren wir Kanada auf diese Weise. Weiter geht es in den Park. Die Straßen sind Gravel Roads, das bedeutet, wenn du von den LKWs überholt wirst, dann staubt es die nächsten fünf Minuten und du siehst nichts mehr. Nach zwanzig Kilometern Wald- Staubpiste überlegen wir uns, dass wir uns den Lac Dunbar ansehen. Es folgt ein Schild zum Chute Dunbar. Der Weg wird immer enger und Tanja gefällt meine Fahrweise nicht. Es geht aber langsam voran, bis wir auf einen Parkplatz einfliegen. Von dort muss man noch 800 m bis zum Chute wandern. Wir laufen ca. 600 m und ich werde etwas ungeduldig und gebe Tanja zu verstehen, dass sie bestimmt nicht richtig übersetzt hat. Chute bedeutet bestimmt nicht Wasserfall. Das heißt – lassen wir einfach die Vorschläge, die von mir kommen. Nach weiteren 100 m höre ich Wasser plätschern und es ist Zeit, dass ich meiner Frau zu verstehen gebe, dass ich mich wieder auf ihre Französisch Kenntnisse verlassen werde. Ich bin wohl etwas vorlaut gewesen. Der Wasserfall war ganz schön und so gehen wir zurück zum Wagen.

Da wir in diesem Nationalpark wohl keine Bären, Wölfe oder Elche antreffen werden, entschließen wir, dass wir zurückfahren. Es war schon ein Erlebnis, als dann doch ein Eichhörnchen den Weg kreuzte.

Zurück auf der langen Landstraße fahren wir die letzten 30 km und erreichen unsere Unterkunft. Es ist ein klassisches Motel. Wir richten uns ein und fahren noch einmal in die Innenstadt. Schnell merken wir, dass wir hier eigentlich nur sind, damit die Strecke zum nächsten Ort nicht zu lange wird. Wir essen noch etwas zu Abend und dann ist es das auch schon. Mal sehen, was uns morgen erwartet.

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