Es ist bei uns gegen 4:00 Uhr morgens und es macht Pling. Nachdem mich gestern Steffen aus dem Schlaf geholt hat, da er mich um 3:00 Uhr angerufen hat, hat Niklas heute eine WhatsApp gesendet und mir mitgeteilt, dass die Spülmaschine wieder geht. Es sind halt Zwillinge.
Ich schlafe weiter und gegen 7:00 Uhr werde ich durch den Regen wach. Ich versuche mich zu waschen und mir die Zähne zu putzen. Diese Räume sind einfach fürchterlich.
Wer in Booking.com hereinschreibt, dass die Räume behindertengerecht sind, der soll mir bitte einmal erklären, wie eine Person im Rollstuhl in das Bad kommt. In der Bilderreihe seht ihr ein paar Bilder von unserem Zimmer. Weiter geht es um 8:00 Uhr mit dem Frühstück. Alles muss man sich selbst machen, sogar die Eier, muss man selbst braten. Ich denke die ganze Zeit daran, dass du in einer deutschen Gastronomieküche noch nicht mal Eier ansehen darfst, bevor du kein Gesundheitszeugnis hast. Aber das ist Deutschland und hier ist Kanada. Ich backe uns also Eier und suche den Bacon oder die Wurst oder Käse. All das gibt es nicht. Etwas Marmelade, Nutella, Erdnussbutter und Weißbrot. Das wars. Da bekommst du auf der Museumsinsel Hombroich noch mehr gereicht. Ach ja gereicht – alles muss man sich selbst holen und dann auch wieder spülen. Eine Jugendherberge hat mehr Komfort und kostet ein Bruchteil. Meine negative Stimmung ist nicht allein bei mir so. Viele Gäste haben einen ähnlichen Ausdruck. Wenn ich die Bewertung bei Booking.com lese, dann frage ich mich, was die Leute geraucht haben. Meine Meinung wird anders sein.
Weiter geht unsere Reise in Richtung Norden. Der Regen hat sich hier verzogen und so fahren wir in Richtung Tadoussac. Kurz bevor wir mit der Fähre übersetzen, reißt der Himmel auf und es regnet Bindfäden. Die Rezeption in Hotel Pionier erreichen wir nur noch klatschnass, obwohl es nur wenige Schritte sind. Wir bekommen unser großes Zimmer zugewiesen und sind schon beim ersten Blick erfreut darüber. Der Nachmittag beginnt mit einer riesigen Pizza und als der Regen aufhört, laufen wir noch etwas durch den Ort und zum Islet Point. Dort fließt der Saguenay in den Sankt-Lorenz-Strom. Das ist wirklich eine wunderbare Runde. Ich kann sie jedem empfehlen. Zuletzt hole ich Tanja in die Kindheit zurück und sie kauft sich ein großes Softeis.
Als wir wieder im Hotel ankommen, startet erneut der Regen und ich bearbeite jetzt schon die Bilder. Gegen 21:00 Uhr hört es auf, jedoch verdunstet nun der ganze Regen und es ist neblig. Wir beenden den Tag und freuen uns auf die morgige Whalewatching Tour.





































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