Es ist Ostern und wir müssen unsere Urlaubspläne für den Sommer abändern. Schnell finden wir ein gemeinsames Ziel und so werden wir den Osten von Kanada erkunden.
Die Ziele stehen nach kurzer Zeit fest und unsere Reise wird in Montreal starten. Die weiteren Reiseziele sind Quebec, Tadoussac, Alma, Shawinigan, Mont-Tremblant, Ottawa, Huntsville, Blue Mountains, Tobermory, Niagara Falls, Toronto, Kingston und wieder zurück nach Montreal. Die Strecke ist ca. 3200 km lang und wir werden uns hierfür drei Wochen Zeit nehmen.
Zunächst aber benötigen wir Flüge. Nach einigem hin und her kommt die Idee, dass wir von Köln über Frankfurt nach Montreal fliegen. Die Kosten hierfür fangen bei ca. 1500,- Euro pro Person an. Das hat mich doch etwas geschockt und so fängt die Suche erneut an. Wieder einmal fällt unsere Wahl auf den Flughafen Brüssel. Hier gibt es bei der gleichen Fluggesellschaft "Air Canada" Flüge von Brüssel über Frankfurt nach Montreal. Der Flug von Frankfurt nach Montreal war übrigens der Gleiche. Die Kosten liegen auf einmal nur noch bei ca. 550,- pro Person. Da es auch einen Direktflug von Brüssel nach Montreal gibt und dieser nur 200,- Euro teurer ist, entscheiden wir uns für diesen. Die Einreisegenehmigung kostet in Kanada übrigens nur 4,44 €. Das ist im Verhältnis zum Esta in den USA (ca. 20,- Euro) sehr gering (https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta.html).
Die Unterkünfte in Kanada buchen wir und wie es mittlerweile normal ist, sehen wir uns alles schon einmal in Google Streetview an. So wird auch schon einmal die ein oder andere Hotelbuchung umgeändert, da wir doch lieber etwas zentraler wohnen möchten. Über die einzelnen Hotels und Unterkünfte werde ich euch bei den Tagesberichten informieren. Gespannt bin ich aber schon auf die Unterkunft in Toronto über Airbnb, die mitten in Chinatown ist und die Unterkunft an den Niagara Fällen. Diese haben wir schon von unserer geplanten USA Tour während der Coronazeit ausgewählt.
Ebenfalls haben wir auch schon einige Sightseeing Punkte gebucht. Tickets für das Riesenrad in Montreal, einer Whale Watching Tour in Tadoussac, eine kostenlose Führung durch das Parlament in Ottawa, eine Kanutour im Algonquin Nationalpark, den All Day Pass in Blue Mountains und die Bötchenfahrt an den Niagarafällen. Wir wollen auch noch auf den CN Tower in Toronto. Hier haben wir uns überlegt, dass wir das mit einem netten Essen im Restaurant verbinden. Dieses Essen kosten 75,- CAD (47,77 Euro). Das hört sich im ersten Moment sehr teuer an. Der Vorteil ist aber, dass man die Aufzuggebühren, die 45,- CAD kosten, dann nicht bezahlen muss. Dies bedeutet, dass das "Drei Gänge Menü" eigentlich gar nicht mehr so teuer ist. Dies kann man aber erst zwei Monate vor dem eigentlichen Termin buchen.
Zuletzt steht dann wieder der Mietwagen an. Die ersten Angebote lagen hier bei 1200,- Euro. Nachdem ich sie eine Woche liegen lasse und an einem Sonntag nachsehe, liegen die Preise nun bei 1700,- Euro für das gleiche Fahrzeug beim selben Anbieter. Da warte ich ab und schon am Montag sind die Preise wieder bei ca. 1200,- Euro.
Insgesamt bin ich erstaunt, wie schnell wir hier alles buchen können. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten habe ich auch schon ausgewertet und ich habe von Tanja, nachdem sie den Kanadareiseführer durchgeblättert hat, zu hören bekommen, dass ich wohl schon alles Wichtige herausgefunden habe.
Es ist der 1. Juni und wir können für den CN Tower in Toronto die Karten zum 31. Juli buchen. Auch das funktioniert ohne Probleme und so werden wir dort um 20:00 Uhr unser Abendessen zu uns nehmen. Unsere Freunde Marion und René waren vor wenigen Tagen dort und sie fanden den Tipp und das Essen sehr gut.
Ihr wollt immer wieder wissen, wie und wo die Unterkünfte sind, in denen wir wohnen. Ich habe jetzt zu jeder Übernachtungsmöglichkeit den Link eingestellt.
Zu den Bewertungskriterien:
Lage: Hier gebe ich euch die Information, ob die Unterkunft zentral liegt, bzw. für das was wir vor Ort machen möchten optimal geeignet ist.
Sauberkeit: Wie ist die Sauberkeit der Unterkunft und der genutzen Räume.Gibt es Ungeziefer, wie sauber ist die Küche, Liegt der Staub erkennbar herum usw.
Service: Wie wurden wir als Kunde behandelt, wurde uns bei Problemen sofort geholfen, gibt es z.B. bei Airbnb mehr Verbotslisten als gewöhnlich.
Frühstück: Bin ich mit dem Frühstück zufrieden, wie nachhaltig werden die Speisen serviert, wie ist die Auswahl, habe ich einen Sitplatz bekommen, bin ich satt geworden.
Kosten: Das ist ein wesentlicher Bestandteil für die obigen Bewertungen. Von einen günstigen Airbnb ewarte ich nicht so viel, wie von einem Hotel, das 300,- Euro in der Nacht kostet.
Gesamt: Hier ist meine Gesamtauswertung. Diese ist nicht rein mathematisch, da ich dort enfach alle Faktoren mit einbringe.
Alle Bewertungen sind rein subjektiv und haben keinerlei Bedeutung für andere.
Ihr wollt immer wieder wissen, was wir an den einzelnen Orten gemacht haben. Ich habe jetzt zu jeder Attraktion den Link eingestellt.
Zu den Bewertungskriterien:
Kosten: Hier gebe ich euch die Information, wie die Kosten für die Attraktion ist.
muss man machen: Wenn ich an diesem Ort bin, muss ich die Attraktion unbedingt besuchen.
Service: Wie funktioniert die Buchung, habe ich an der Attraktion hilfsbereite Menschen getroffen, die mich unterstützen.
Gesamt: Hier ist meine Gesamtauswertung. Diese ist nicht rein mathematisch, da ich dort enfach alle Faktoren mit einbringe.
Alle Bewertungen sind rein subjektiv und haben keinerlei Bedeutung für andere.
Wir haben 11:30 Uhr und unsere Reise startet. Zunächst geht es nach Welkenraedt in Ostbelgien, wo wir in die Bahn um 13:08 Uhr umsteigen. Mit Umstieg in Leuven führt eine Station zum Flughafen. Das Einchecken zum Flug funktioniert noch nicht. Dann machen wir es halt morgen. Gegen 15:40 Uhr erreichen wir unser Hotel in der Nähe des Flughafens.
Es macht Pling und die erste E-Mail des Tages kommt um 5:01 Uhr an. Air Canada möchte, dass ich mich einchecke. Das mache ich gerne und jetzt funktioniert auch alles online. Das beruhigt mich doch sehr. Jetzt müssen wir nur noch unsere Koffer am Flughafen abgeben und dann sollte es losgehen.
Pling, eine zweite E-Mail kommt um 5:31 Uhr von Air Canada. „Da ein vorheriger Flug wegen Wetterbedingungen Verspätung hat, kann unser Flug, statt um 10:00 Uhr erst um 14:30 Uhr starten.“ So werden wir unseren Tagesstart etwas langsamer angehen lassen.
Es ist Jetlag und so bin ich ab 6:00 Uhr hellwach. Gleichzeitig kommt auch schon der Frückstückshunger auf mich zu. Frühstück gibt es aber erst ab 7:00 Uhr. Auf jeden Fall ist es so, dass wir kurz vor 8:00 Uhr mit unserer Besichtigungstour starten. Die ersten 10.000 Schritte haben wir schon vor 11:00 Uhr zusammen und die Stadt kennen wir jetzt auch schon sehr gut.
Wir starten heute sehr früh, da wir unser Auto am Flughafen abholen müssen. Zunächst laufen wir zur Bushaltestelle und können unsere 24 Stunden Tickets auch für den Flughafenbus nutzen. Das kann ich euch übrigens nur empfehlen, da man schneller als mit jedem Taxi zum und vom Flughafen kommt. Am Hertz Schalter begrüßt uns Mike und er erklärt uns alles Notwendige und so erhalten wir unser Auto. Einen KIA, der noch keine 3000 km gelaufen ist. Alles läuft hervorragend.
Es ist bei uns gegen 4:00 Uhr morgens und es macht Pling. Nachdem mich gestern Steffen aus dem Schlaf geholt hat, da er mich um 3:00 Uhr angerufen hat, hat Niklas heute eine WhatsApp gesendet und mir mitgeteilt, dass die Spülmaschine wieder geht. Es sind halt Zwillinge.
Ich schlafe weiter und gegen 7:00 Uhr werde ich durch den Regen wach. Ich versuche mich zu waschen und mir die Zähne zu putzen. Diese Räume sind einfach fürchterlich.
Frühstück um 7:30 Uhr – warum denn so früh? Um 8:45 Uhr müssen wir an der Zone 1 im Hafen sein. Dort fährt unser Schiff Punkt 9:00 Uhr zur großen Whalewatching Tour los. So ist dann auch. Wir werden auf alle Sicherheitsregeln hingewiesen. Unser Boot ist nur mit 24 Personen bestückt, obwohl es eigentlich 40 Personen fassen kann. Da wir uns auf dem Schiff aber frei bewegen dürfen ist das so gewollt, damit man sich nicht im Wege steht.
Wir werden wach und gehen ein letztes Mal frühstücken und verabschieden uns von Tadoussac, dem liebgewonnenen Ort. Weiter geht es in Richtung Alma. Wir fahren die Fjord-Strecke. Nach einigen Kilometern habe ich das Gefühl, dass ich geblitzt wurde.
Während des Frühstücks überlegen wir uns, was wir heute machen können. Das Wetter ist regnerisch und wir wissen nicht, was wir damit machen können. Unser Ziel ist schließlich der historische Ort Val-Jalbert.
Nach dem Frühstück heißt es Aufbruch. Heute ist einer der Tage, an denen wir etwas mehr fahren werden. Unser Ziel ist Shawinigan. Es ist ca. 300 km entfernt und letztendlich fahren wir eine Straße ca. 40 km in Richtung Westen, müssen dann einmal links abbiegen und die nächsten 260 km geht es in Richtung Süden.
Das Frühstück in unserem Hotel war wiedererwarten sehr gut und so starten wir in die Bergwelt Kanadas. Insgesamt haben wir nur eine Strecke von 260 km zu fahren. Es geht jedoch über staubige Pisten, schlaglochreiche Strecken und kurvige Bergaufstiege
Unsere Fahrt nach Ottawa läuft ohne Probleme und nach gut zwei Stunden haben wir unser Hotel erreicht. Wir sind eigentlich viel zu früh zum Einchecken dort und wollen unser Auto nur auf dem Hotelparkplatz abstellen. Uns wird aber klar gemacht, dass unser Zimmer fertig ist und ob wir mit einem Upgrade zufrieden sind.
Wir starten mit einem Einwegfrühstück in Ottawa. Es gab zwar viel und alles, aber nur in Einwegverpackungen, bei dem sich ein riesiger Müllberg ansammelt. Weiter geht unsere Reise in Richtung Algonquin Nationalpark.
Heute schlafen wir aus, frühstücken lange und fahren die relativ kurze Strecke von 160 km in einem durch und so sind wir trotzdem gegen 12:30 in Blue Mountains. Wir versuchen in unserer Unterkunft einzuchecken, doch die Zimmer sind noch nicht fertig.
Unser Tag findet heute im Blue Mountain Ressort statt. Das ist eine alpinistische Retortenstadt, die vom Bergcoaster über Kletterpark und Schwimmbad alles anbietet. Hier haben wir uns im Vorfeld Tageskarten bestellt, die vom Preis her einem Besuch im Phantasialand gleichkommen.
Wir frühstücken heute spät, da wir nur einen kurzen Weg bis Tobermory haben und wir nicht zu früh dort ankommen möchten. Wir dürfen erst um 16:00 einchecken und so machen wir noch hier eine Kaffeepause und sehen uns die Landschaft an. Da sie uns aber sehr an die Eifel erinnert fahren wir schnell weiter. So kommen wir gegen 13:00 Uhr in unserem Zielort an und wir merken, dass bei unserer Pension noch niemand zu Hause ist.
Unser Ziel ist heute die Blumentopfinsel. Sie heißt wirklich so, da auf ihr Steinabspaltungen sind, die wie ein Blumentopf aussehen sollen. Auf Helgoland heißt das einfach „Lange Anna“. Das Schiff startet um 11:15 Uhr oder etwas später und so fahren wir zunächst noch an einem Schiffswrack vorbei.
Wir stehen schon um 6:30 Uhr auf, da wir in dem viel zu kleinem Bett nicht mehr schlafen können und unser Weg nach Niagara, sowieso etwas länger ist.
Fangen wir in Niagara an. Dort startet unsere heutige Reise. Ich werde um 6:15 Uhr durch ein Pling geweckt. Über WhatsApp meldet sich meine Arbeitskollegin und möchte einige Informationen haben. Die bekommt sie auch und zum selben Zeitpunkt geht die Sonne auf. Das muss ich einfach festhalten.
Heute ist einer der Tage, an dem wir eigentlich nicht so viel machen wollen. Die 24000 Schritte von gestern spüre ich noch in meinen Knochen und so kaufen wir zuerst eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Diese bringen uns dann auch zur Union Station, dem Hauptbahnhof und wir frühstücken zuerst einmal.
Wir lassen es heute ganz ruhig angehen. Den körperlichen Stress der Vortage halte ich nicht ewig durch. So frühstücken wir zunächst im Financial District und fahren dann zum Landesparlament, um uns das Haus von innen anzusehen.
Gemütliches Aufstehen, die Koffer schon mal so packen, dass wir beim Abflug keinen Ärger bekommen und auf zur nächsten Zwischenübernachtung nach Kingston, da uns der Weg nach Montreal auf einmal zu lang ist. Jetzt kommt aber Facebook mit ins Spiel. Thorsten aus Weilerswist hatte mich angeschrieben und meint, dass man in der Nähe von Kingston den Ort Rockport besuchen soll.
Unsere Abfahrt in Kingston beginnt früher als erwartet, da ich einerseits vom Fernsehprogramm des Nachbarn geweckt werde. Die Wände sind wohl sehr dünn und dann kommt andererseits das Frühstück im Hotel. Es ist einfach chaotisch. Es gibt keine Sitzplätze, das Brot ist aus, Wurst, Eier und sonstige Frühstücksmaterialen werden nur vereinzelt nachgelegt.